Batman – The Dark Knight Rises

Batman – The Dark Knight Rises

Der dritte Teil der aktuellen Batman-Saga von Regisseur Christopher Nolan fiel zuletzt vor allem durch den Amoklauf in Aurora auf. Davon abgesehen – und darauf fokussiert, worum es bei Filmen eigentlich geht, nämlich um ihn selbst, hat er ein würdiges Finale abgeliefert. 

Zuallererst sei jedem, der dem Film beim ersten Mal gleich so gut als möglich folgen möchte, empfohlen, sich zumindest „Batman Begins“ vor dem Filmgenuss nochmals zu Gemüte zu führen. „The Dark Knight Rises“ arbeitet nämlich mit vielen Rückblicken auf diesen Film, vor allem in der Storyline rund um Talia und Ra’s al Ghul (hier vor allem hervorzuheben: der Auftritt von Liam Neeson als ebendieser). Die Premiere im Triple Feature zu sehen, hat sich also ausgezahlt. „The Dark Knight Rises“ setzt dort an, wo der Vorgänger „The Dark Knight“ aufgehört hat. Er zeichnet ein düsteres Bild und setzt am Tod von Harvey Dent a.k.a. TwoFace an, und Batman, der damals die Schuld auf sich nahm, wurde fortan zum Gejagten.

Statt dem Joker (und Tom Hardy als Bane kommt auch kostümbedingt mit Eisen vor dem Mund bei Weitem nicht an Heath Ledgers Darstellung heran) gibt es mit Bane nun einen neuen Widersacher. Der schafft es, beinahe die gesamte Polizei Gotham Citys unterirdisch zu begraben, worauf Chaos in der sonst seit dem Abgang des Jokers so friedlichen Stadt herrscht. Daraufhin muss Bruce Wayne alias Batman wieder zurück in die Zivilisation und Bane stoppen, der einen Fusionsreaktor von Wayne Enterprises zu einer nuklearen Bombe umgebaut hat und die Stadt damit in Schutt und Asche legen will. Beim ersten Zusammentreffen unterliegt Batman Bane und wird ins Exil geschickt, wo auch Bane und Talia früher ihre Zeit verbrachten. Doch Batman gibt nicht auf und ist fest entschlossen, dem Schurken das Handwerk zu legen.

Soweit könnte man die Handlung kurz zusammenfassen. Daneben gibt es eigentlich alles, was einen guten Batman-Film ausmacht: viele Gadgets, viele Explosionen, viele Kämpfe, viel Humor (auch hier wieder ungeschlagen: Morgan Freeman als Lucius Fox und Sir Michael Cane als Albert). Auch die verschiedenen Handlungsstränge – die Anarchie in Gotham City, die Erlebnisse von John Blake und Comissioner Jim Gordon sowie auch der Strang um Catwoman laufen fließend ineinander. Auch Christian Bale kommt in seiner Darstellung des Bruce Wayne ähnlich überzeugend herüber wie in „The Dark Knight“. Anne Hathaway als Selina Kyle / Catwoman wirkt allerdings etwas hölzern. Nichtsdestotrotz ein würdiges Finale – wenn da nur nicht das Ende wäre, das die Stimmung der vergangenen zweieinhalb Stunden fast wieder zunichte macht – Spoiler soll an dieser Stelle jedoch keiner folgen. Doch das mag man Herrn Nolan gerne verzeihen – für beste Unterhaltung ist nämlich gesorgt!

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geschrieben von

Musik-Nerd mit Faible für Post-Ehalles. Vinyl-Sammler. Konzertfotograf mit Leidenschaft, gerne auch analog. Biertrinker. Eishockeyfan. "Systemerhaltende" Krankenschwester - wohl auch deshalb manchmal (zu) zynisch.

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