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Thanks: Blood Sounds

Thanks: Blood Sounds

Eine der wohl spannendsten Platten der letzten zwei Monate kommt frisch aus Portland. Die sechsköpfige Band „Thanks“ hat mit ihrer Platte „Blood Sounds“ ein Werk veröffentlicht, das beim Hören sofort ins Blut übergeht. 

Thanks waren bis vor Kurzem hierzulande sicher niemandem ein Begriff. Die Truppe aus Portland ist gerade auf Europatour, um ihre neue Platte „Blood Sounds“ zu promoten. Der erste Track „The Weight, The Worry“ zeigt dann gleich, wohin die Reise gehen wird. Zeitgenössische elektronische Musik trifft auf eine gehörige Portion Soul. Die Stimme von Sängerin Jimi Hendrix (ja, alter Witz, die Dame heißt aber wirklich so) trifft dabei jeden Ton, und angenehm eingängig präsentiert sich die Nummer ohnehin.

Selbst charakterisiert sich die Band als „Dark Soul“. Wieder ein Beweis dafür, dass Schubladendenken nicht unbedingt funktioniert. Thanks ist nämlich viel mehr als das. Da prallen Elektro-Eínflüsse auf Rock, auf einmal kommt ganz unverhofft ein Cello dazu, und da wechseln sich Uptempo-Nummern mit langsamen Stücken ab. Eine emotionale Achterbahnfahrt auf hohem Niveau. Und spätestens bei „Summer Skin“ wandert der erste Song in die „Permanent-auf-Heavy-Rotation-Playlist“.

Diese emotionale Achterbahnfahrt zieht sich durch das gesamte Album. Dass auch die Lyrics – die praktischerweise gleich im Poster-Format der CD beiliegen – sich nicht verstecken müssen, beweisen Nummern wie „Arms Away“, dass tragisch-depressive Stimmung verbreitet, die sich danach in „Moon Eyed“ perfekt fortsetzt.

„Blood Sounds“ ist die wohl facettenreichste Veröffentlichung der letzten Monate, die ich zu hören bekommen habe. Mit der wohl besten Stimme, die ich die letzten Monate zu hören bekommen habe. Eine klarere Empfehlung als für diese Platte kann mal kaum aussprechen!

Anspieltipps: Summer Skin, Arms Away, Violent Bloom

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Musikliebhaber. Vinyl-Nerd. Konzertfotograf. Biertrinker. Eishockeyfan. Eigentlich Krankenschwester - wohl auch deshalb manchmal (zu) zynisch.

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