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Blutgletscher – Filmkritik

Blutgletscher – Filmkritik

Im Rahmen des /slash-Filmfestivals fand gestern die Österreich-Premiere des Films „Blutgletscher“ statt. Regisseur Marvin Kren begab sich mit seinem zweiten Film wieder ins Horrorgenre – dieses Mal ohne Zombies, aber nicht weniger unheimlich.

Drei Wissenschaftler und ein Ingenieur befinden sich auf einer  Forschungsstation in den Alpen und erwarten dort für den nächsten Tag die Umweltministerin. Diese will sich genauer über die schmelzenden Gletscher informieren. Doch dann entdecken die Forscher einen Tag vor Eintreffen der Politikerin einen Mikroorganismus, der nicht nur die Gletscher rot färbt, sondern auch die dort ansässigen Lebewesen in aggressive Monster verwandelt. In der Hoffnung, die größte wissenschaftliche Entdeckung jemals zu machen, soll alles vor der Ministerin geheim halten werden. Nur der Ingenieur probiert vergebens die Ministerin und ihr Gefolge vor dem Horror zu warnen, in welchen sie hinein laufen. Schnell entbrennt ein Kampf ums Überleben.

Im Vordergrund steht natürlich der Horror, der von den furchteinflößenden Kreaturen ausgeht. Martin Kren bestückt seinen neuen Film jedoch auch mit einer kleinen Liebesgeschichte und natürlich lässt sich auch die unterschwellige Kritik am Umgang mit dem Klimawandel nicht ignorieren.

Überraschenderweise muss man hier und da aber auch wirklich herzlich lachen. Vor allem wegen der toughen Umweltministerin, gespielt von Brigitte Kren, der Mutter des Regisseurs. Nicht nur sie, sondern auch die anderen Darsteller leisten wirklich hervorragende Arbeit in diesem doch recht rauen Szenario. Nur die Wissenschaftler wirken am Anfang etwas recht stark aufgesetzt, was sich mit Eintreffen der Kreaturen aber verflüchtigt. Die Kreaturen, welche nur teils CG, meist jedoch Puppen sind, wirken gerade Dank der guten Kamera von Moritz Schultheiß extrem bedrohlich und beklemmend.

Der Film hat hier und da zwar winzig kleine Schwächen, ist aber im Ganzen ein gelungener Horrorfilm, der mir persönlich sogar besser gefallen hat als Krens erster Film „Rammbock“.

Ab 27.September ist „Blutgletscher“ in österreichischen Kinos zu sehen.

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Filmstudent an der Zürcher Hochschule der Künste.

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