Dröhnende Gitarren und wild herumfliegende lange Haare waren am letzten Freitag im Posthof  schon fix auf dem Programm, denn dort war die wieder Zeit für die „Night of Fuzz“. Fuzz beschreibt einen bestimmten Effekt von Gitarren, der gerade im Genre des Stonerrocks viel Anklang findet. 

Gestartet wurde das Event um 20 Uhr mit den „Howling Muffs“. Eine relativ junge dreiköpfige Band aus der Grieskirchener Umgebung die sich zusammengetan haben, um gemeinsam einen sehr Hardrock-angehauchten Stonerrock zum Besten zu geben. Da die Band noch relativ jung ist, hört man viel Potenzial in ihren Songs. Ihre Lieder klingen simpel, gehen aber dann doch ins Ohr und liefern einen einfallsreichen Stonerrock, von dem man in der Zukunft gern mehr hören würde.

Nach der ersten Umbaupause betraten die „Heavy Minds“ die Bühne. Die drei Eferdinger haben sich etwas der psychedelischeren Seite des Stonerrocks verschrieben und spielen dabei Riffs. die direkt aus den 70ern kommen könnten. Dazu mischen sie noch ein klein wenig Blues, wobei der Fuzz nie an Bedeutung verliert. Also machen die „Heavy Minds“ ihrem Namen alle Ehre.

Weiter ging es mit Torso, einer vierköpfigen Band, die ich schon 2013 am Floitenjam, einem Mikrofestival in Tirol, gesehen habe. Bewusst daran erinnert habe ich mich leider nicht, aber dies minderte nicht den positiven Eindruck über die Band. Torso lassen sich eher in die Richtung Psychedelic Rock zuteilen, was durchaus nicht jedermanns Fall ist. Die abwechselnd mal verträumten, mal harten Riffs haben aber bestimmt die Menge zum Mitrocken motiviert.

Danach durfte man Parasol Caravan auf der Bühne sehen. Die vier Linzer ließen mit ihrem hartem Sound den Desert Rock von der Leine und verschafften dem Posthof-Saal ein wenig kalifornische Stimmung. Mit harten Riffs und herausgehobenen Drumparts wissen Parasol Caravan wie man die Menge nach den psychedelischen Sounds von Torso wieder auf Touren bringt. Am diesmaligen „Night of Fuzz“ konnte man auch exklusiv einige Stücke des bald erscheinenden Debütalbums „Para Solem“ genießen.

Als Headliner wurde diesmal Mothers Cake, die gerade international Aufsehen erregen, eingeladen. Irgendwo zwischen Progressive Rock und einer dicken Schicht melodisch hartem Psychedelic ist die Band bestimmt nichts für jedermann. Wer aber mit Fuzz und dem harten Stylemix der Band klarkommt, wird beim hören von Mothers Cake bestimmt überrascht. Gefinkelte Drumpassagen und fast schon groovige Riffs sorgen für ein Kopfnicken, welches nicht so schnell wieder vergeht. Die harmonische, fast schon perfekt abgestimmte Singstimme sorgt für den nötigen Kontrast. Man kann also auf den in 2015 geplanten Release gespannt sein. Alles in allem ein sehr gelungener und gemütlicher Abend im Posthof, kann ich nur weiterempfehlen. Und welche Bands wohl aufs nächste Night of Fuzz kommen? Man darf gespannt sein!

Fotos: Christoph Thorwartl


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