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Willkommen im Untergrund!

Willkommen im Untergrund!

Montag, Linz. Konzerttechnisch normalerweise der absolute Super-GAU, tut sich für den Fan von Live-Performances doch an diesem Wochentag in der Stahlstadt so gar nix. Nicht so am vergangenen Montag – das ehemalige Burnside, nunmehr unter der Bezeichnung „Kölla“ unterwegs, lud gemeinsam mit dem Regio Bash Festival zur etwas härteren Sause. Mit dabei: die Lokalmatadoren von Awakening und die derzeit tourenden Jenaer Punks von leaves.

Im wahrsten Sinne des Wortes in den Untergrund wurde man im Rahmen dieses Konzertes hineingezogen. Das ehemalige Burnside bespielt unter dem Namen „Kölla“ nun auch den Raum unter dem Erdboden des Nachbarhauses. Für die Premiere der „Kölla-Sessions“, die in Kooperation mit dem Regio Bash Festival, das sich der Förderung lokaler Musiker verschrieben hat, standen mit „Awakening“ gleich Lokalmatadoren auf der Bühne. Die spielten den ersten Gig in ihrer Heimatstadt – wohl auch der Grund dafür, dass doch gut 50 Leute dem Spektakel – das es zweifellos war – beiwohnten. Auch wenn die soundtechnischen Möglichkeiten im Kölla dann halt doch etwas begrenzt sind – Spaß machen Awakening auf alle Fälle. Screams auf der Höhe, Clean Parts auch – und dahinknüppeln können die Herren allemal. Gerne auch auf größeren Stages!

Auch leaves. wussten danach zu überzeugen. Stilistisch sicher ein Bruch zu den vorangegangenen Awakening, Hardcore vom Feinsten. Passend zur Stahlstadt auch mit einem Withers-T-Shirt ausgerüstet, geben sich die drei Jenaer Punks live absolut keine Blöße. Floorshows sind ja zu einer absoluten Seltenheit verkommen – umso erfreulicher die Show am Montag. Dass die drei Jungs auch eine absolut unterstützenswerte Message haben, fällt nicht nur bei „Tausende“ auf. Schade halt, dass, wie so oft, der Hauptteil der Besucher wegen dem Local Support aufgetaucht war – so konnte man leaves. aber in einem sehr intimen, unglaublich intensiven Setting bewundern. Man hätte gerne mehr gehört als die gut 40 Minuten, tour- und gesundheitsbedingt wurde aber auf ein exzessiv aufgeblasenes Set verzichtet. Exzessiv war es aber vorhin auch – schön wars, bis zum nächsten Mal!

Foto: Christoph Thorwartl

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Musikliebhaber. Vinyl-Nerd. Konzertfotograf. Biertrinker. Eigentlich Krankenschwester - wohl auch deshalb manchmal (zu) zynisch.

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