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Bear’s Den: Red Earth & Pouring Rain

Bear’s Den: Red Earth & Pouring Rain

Etwas Kitsch, eine gute Stimme und richtig gute Indie-Folk-Rock-Musik machen aus dem zweiten Album der Briten eine gelungene Reinhörempfehlung.

2014 war Bear’s Den, damals noch bestehend aus Andrew Davie, Kevin Jones und Joey Haynes, noch relativ unbekannt. Und das obwohl die Band gerade ihr erstes Album Islands veröffentlicht hatte und bereits ihr zweijähriges Bestehen feiern durfte. Die Musiker aus Großbritannien liefern nun mit Red Earth & Pouring Rain, und nun ohne Joey, ein synthetischeres Gehörerlebnis ab. Und bekommen dabei vor allem im Heimatland die verdiente Aufmerksamkeit.

Bear's Den

Klang die Band auf Islands noch sehr folkig, findet man nun eindeutige Rockelemente, viel Synthie-Sounds und somit eine Mischung aus Mumford and Sons und Hurts. Diese Mischung kann gut sein, und das ist sie in diesem Fall auch wirklich. Der Opener, der dem Album den Titel gab, klingt anfangs sogar so, als wäre er Teil des grandiosen Drive-Soundtracks. Aber schon da fragen die beiden: „Don’t you remember love?“ Liebe zieht sich durch die ganzen zwölf Lieder mit einer Laufzeit von rund einer Stunde. Die nachkommenden Songs, Emeralds, Dew On The Vine und Roses On A Breeze bleiben genauso temporeich, bis es mit New Jerusalem langsamer wird, bevor es mit Love Can’t Stand Alone fast stehen bleibt. Das große Highlight ist auch gleich die erste Singleauskopplung: Auld Wives. Weitere Ohrwürmer sind Greenwoods Bethlehem, Gabriel sowie Broken Parable. Napoleon, das Abschlusslied, nimmt schließlich wieder etwas Tempo raus und bringt ein recht rundes Album zu einem würdigen Ende.

Bear’s Den haben mit ihrem zweiten Album eine gelungene Evolution ihrer eigenen Musik aufgezeigt: Ihr neuer Sound klingt sehr passend, die Melodien gehen oft stundenlang nicht mehr aus den Ohren. Da sieht man auch darüber hinweg, dass vielleicht nicht alle Texte den großen Tiefgang aufweisen können. Aber nach Red Earth & Pouring Rain hat man eindeutig Hunger auf mehr von den zwei Männern.

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29 Jahre alt - Literarischer Blogger (Neon|Wilderness), Autor ("Volle Distanz. Näher zu dir"), Medienblogger (dominikleitner.com), Printschreiber (MFG Magazin), freier Journalist (u.a. BZ), CD-Kritiker (subtext.at) und Detektiv (365guteDinge)

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