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GURR: Ein Abend mit den Girls

„Mädlsabend“ oder „Girlsnight“ könnte man den letzen Mittwoch in der KAPU auch beschreiben. Gurr und „Wenn einer lügt dann Wir“ lieferten vom Feinsten ab. Wochenteilen geglückt.

Eigentlich hätte der Abend am Mittwoch anders ausgesehen. Statt zwei Bands wären es drei gewesen, und auch die Schlagzeugerinnen-Front war anders geplant. Aber ja – „La Sabotage“, eine Linzer Band, die ihren Ursprung aus dem Girls Rock Camp (durch das Jugendzentrum Ann& Pat initiert) hat, musste leider krankheitsbedingt absagen.  Zumindest ein Stückchen Linz war jedoch dann doch auf der Bühne an dem Abend. Die Band „Wenn einer lügt dann Wir “ (kurz WELDW) hat sich kurzerhand eine lokale Schalgzeugerin für den Gig angelacht. „WELDW“ ist eine Band, die sich selbst nicht als Band beschreiben würde – sondern eher als die am schlechtesten gecastete Boygroup. Beheimatet sind die drei Frauen Melissa P, Johanna K. und Johanna B. in Gelsenkirchen nähe Münster. Musikalisch beschreibt sich die Formation als „Swag“. Wir würden es mal unter „einfach nichts scheißen und machen“ einordnen. Obwohl die Band in Linz vor dem Gig wahrscheinlich nicht bekannt war, erhielten die drei Girls großen Support für ihre außergewöhnlich „ehrlichen“ Texte. Mit authentischen Geschichten und verwirrenden Ankündigung hat sich die Band ein bisschen in unser Herz geschlichen.

„Gurr“ war dann der Hauptact an diesem Abend in der KAPU. Das Viergespann ist im Moment auf „She Says“ Tour und hat ihr neues gleichnamiges Album mit im Gepäck. Genre Garage Rock, Herkunft Berlin und der Sound erinnert an trashige 60iger Jahre-Girlbands – was möchte man da noch mehr? 2016 haben die beiden Bandleaderinnen Laura Lee und Andreya Casablanca das erste Album „In my Head“ releast, mit dem sie auch internationale Begeisterung ernteten. Live halten Gurr, was sie auf Platte versprechen. Mit Charme und guter Musik brachten sie das Publikum auch an einem Mittwoch noch zum Tanzen. Einziger Minuspunkt an dem Abend war die Technik, die nicht ganz mit der Power von Sängerin Andreya Casablanca mithalten konnte und ständig rückkoppelte. Was den Spaß an der Band leider etwas schmälerte, da Andreya ihre Stimme reduzieren musste, um ständiges Pfeifen zu vermeiden.

Trotz technischen Problemen und dem Ausfall einer Band war es ein schönes Wochenteilen in der KAPU, welches gerne in dieser Art wiederholt werden kann.

Fotos: Christoph Thorwartl

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