VIENNALE 2017: Ein Abend mit CHRISTOPH WALTZ in Wien
Oktober und November ist in Wien traditionsbedingt Viennale-Zeit. Vom 19. Oktober bis 02. November 2017 gibt es 300 ausgesuchte Filme, Dokus und Tributes für alle interessierten Cineasten in der Bundeshauptstadt zu bewundern. Auch die heuer nach dem überraschenden Tod von Direktor Hans Hurch stattfindende Inkarnation soll sowohl Anspruch als auch Massengeschmack in sich vereinen. Ein Schauspieler und zweifacher Oscarpreisträger, der in beiden Metiers zuhause ist, konnte heuer für das Festival gewonnen werden: Christoph Waltz.

Weshalb Waltz gerade dieses amüsante Werk ausgewählt hat, um es in seiner Anwesenheit vorzuführen, bleibt nach der Vorstellung beim geführten Interview mit ihm auf der Bühne leider unklar. Die Frage nach einer etwaigen Politkarriere wie einige seiner Kollegen aus der Branche verneint er. Er konzentriere sich auf seine Arbeit als Schauspieler und neuerdings auch als Regisseur. In welche Richtung seine kommende Arbeit „Georgetown“ genau gehen wird, könne er noch nicht sagen. Im Improvisieren sei er zudem furchtbar und ein Freund von Lebensplänen sei er auch nicht. Die Möglichkeiten, die auf ihn zukommen, nehme er wahr, ohne groß darüber nachzudenken. Bestätigung von außen sei ihm nicht egal, der Erfolg bringe ihm Selbstsicherheit ein, die er Aufgrund seines Alters nicht mehr missbrauchen wird, wie er lächelnd und mit dem Charme eines Spitzbuben zu Protokoll gab.
Insgesamt zeigt die Viennale noch fünf weitere Filme mit ihm, darunter deutsche Produktionen wie „Du bist nicht allein – Die Roy Black Story“ und natürlich US-Kassenschlager wie „Inglourious Bastards“ oder „Django Unchained“.