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Crossing Europe 2018: My Life with James Dean

Verwirrend, aber lustig – so ist der Eindruck des neuen Werkes von Dominique Choisy. Der Film „My life with James Dean“ ist weniger ein Tribute an den großartigen Schauspieler, sondern mehr eine verschachtelte Story eines Filmproduzenten.

Hier handelt es es sich um einen Film im Film von Dominique Choisy.  „Ma vie avec James Dean“ ist der Name des Filmes, welcher Regisseur Géraud Chamreux (gespielt von Johnny Rasse) berühmt machen soll. Géraud wird von einer unbekannten Kinoprogrammiererin eingeladen, seinen Debütfilm bei ihr zu vorzustellen. Die Reise dorthin gestaltete sich für den Protagonisten schon sehr schwierig. Nicht genau wissend wohin es geht wurde ihm auch noch das Handy gestohlen – und von seiner Vorführung im Kino wusste niemand Bescheid.

Seine erste Vorstellung wurde nur von einer Person besucht – aus Mitleid schaute auch der Filmvorführer, ein junger Mann, den Film mit an. Géraud betrank sich während der Projektion an der angrenzenden Bar – so sehr, dass er am Ende weder rede- noch gehfähig war. Im Rausch bestach er den Filmvorführer mit dem eben am Spielautomaten gewonnen Geld – um doch mehr Tickets zu verkaufen. 100 mehr, um genau zusein. Von diesem Filmvorführer wurde er dann auch in sein Hotel gebracht.

Die Absurdität geht weiter: der Vorführer verliebt sich in den Filmproduzentin, die unbekannte Kinoprogrammiererin hat Troubles mit ihrer Geliebten, die schüchterne Rezeptionistin vom Hotel möchte Schauspielerin werden, der eigentliche Geliebte vom Filmproduzenten erscheint auf der Bildfläche samt seiner Frau und zwischendurch wird erscheint auch der 1955 verstorbene Schauspieler James Dean in Form eines Zombies. Das Ganze passiert, während Géraud Champreux seinen Film in den provinziellen Kinos vorstellt und die Ereignisse parallel mitschreibt für den nächsten Film.

Viele verschiedene einzelne Handlungsstänge treffen aufeinander, welche aber auch als gesamtes leider oft keinen Sinn machen. Hier und da mal kleine Informationsfetzen lassen sich auch am Schluss nicht zu einem zusammenhängenden Bild verarbeiten. Zum Beispiel ist die Bollywood-Andeutung immer noch unklar. Genauso wie die eigentliche Rolle des James Dean. Zum Lachen wird man trotzdem gebracht, einfache Slapsticks wie etwa die Verfolgungsjagd lockern den Film etwas auf.

MA VIE AVEC JAMES DEAN / My Life with James Dean

Dominique Choisy

Frankreich 2017
DCP / color
108 Minuten
Französisch
OmeU
www.crossingeurope.at

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Konzerte - Filme - Bücher - Musik - Kunst // Studentin - Veranstalterin - Redakteurin - Fotografin

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