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Crossing Europe 2017: The War Show

Crossing Europe 2017: The War Show

The War Show ist eine eindrucksvolle Dokumentation über den beginnenden Krieg in Syrien. Er behandelt die anfängliche Hoffnung einer Gruppe junger Leute und wie diese nach und nach der Realität weichen muss.

300 Stunden Material wurden von der syrischen Radiomoderatorin Obaidah Zytoon und ihren Freunden gesammelt und aus Syrien raus gebracht. Gemeinsam mit dem dänischen Regisseur Andreas Dalsgaard wurde dies in einen 100-minütigen Film verwandelt, der einen Blick auf den Krieg in Syrien wirft, wie man ihn so nicht zu sehen bekommt. Er zeigt das anfängliche Aufbegehren einer Gruppe junger Leute – die Hoffnungen und Ängste, die sie bezüglich der bevorstehenden Revolution haben sowie die Opfer, die sie bringen mussten im Kampf um ein Syrien, frei von der Assad Familie.

Als der arabische Frühling Syrien erreicht, waren die Erwartungen groß, denn Freiheit unter Assad gibt es nicht, sagt einer der Rebellen. Obaidah Zytoon fängt diese Erwartungen ein, auf Demonstrationen oder beim nächtlichen Zusammensitzen. Sie und ihre Freunde sind nicht naiv und wissen wie gefährlich es ist, gegen das Assad-Regime zu sprechen. Und so kommt es auch, dass drei Männer aus der Gruppe ihren Wunsch nach Freiheit mit dem Leben bezahlen. Ereignisse, die den Ton des Films ändern. Die Hoffnung wird leiser und der Schmerz lauter.

The War Show ist ein eindrucksvolles Zeugnis über die aufflackernde Revolution in Syrien. Es ist ein weit persönlicheres Zeugnis als es in den Nachrichten porträtiert werden kann und deshalb auch nicht leicht zu sehen. Der Film zeigt den Mut von Obaidah Zytoon, die auch nicht davor Halt gemacht hat in Gefechtssituationen zu filmen. Er hebt sein Wort für jeden, der vor diesem Krieg flieht und macht auch auf unmissverständliche Weise klar, warum die Flucht für viele der letzte Ausweg ist.

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