Auf dem vierten Album von Hidden By The Grapes wundert man sich, warum die drei Männer im zehnten Jahr ihres Bandbestehens noch nicht bekannter sind.

Es war im Jahr 2006, als sich die drei Grazer Christian Steiner, Richard Kahlbacher und Bernhard Jammerbund erstmals zusammengetan und dabei Hidden By The Grapes aus der Taufe gehoben haben. Zehn Jahre und drei Langspielplatten später wollten sie sich, wie viele Kritiker sagen, mit CD Nummer 4 offenbar neu erfinden. Der Pressetext hingegen erklärt einem, dass sie ihrem Stil „allerdings auch auf dem vierten Album treu geblieben“ sind. Doch was stimmt wirklich? Und noch wichtiger: Ist das überhaupt relevant?

Entstanden ist „Graben“ in einer Buschenschank in der Steiermark. „Dort haben wir in einem Hochzeitssaal rund um die Uhr Musik gemacht und Wein getrunken.“ erklärt Kahlbacher im Interview auf musicaustria.at. Für wen die Band bislang noch kein Begriff ist, dann lasst euch von dieser ur-österreichischen Entstehungsgeschichte (Land – Wirtshaus – Alkohol) nicht abschrecken. Denn Graben wirkt recht unösterreichisch. Nicht umsonst wird der Sound der Band aus einer Mischung aus Dinosaur Jr. und Sonic Youth beschrieben.

Die Lieder Folder Nine, Blossom Tree oder Schwan begeistern schon beim ersten Anhören. Im Vordergrund steht dabei jedes Mal wieder die teils sphärischen Musikuntermalung, mal der Zielsprint mit Drums und Gitarre – Gesang gibt es natürlich auch, wird aber sehr sparsam und bewusst eingesetzt.

Alles in allem hat man hier ein mehr als solides viertes Album der Grazer Band. Es ist außerdem das erste, das bei Wohnzimmer Records erscheint – von ihrem neuen Label erhoffen sich die Männer auch, vielleicht mal häufiger auf fm4 zu laufen. Mit jedem einzelnen ihrer 9 „Graben“-Lieder hätten sie es sich mehr als verdient.

Tracklist

1. Der Graben
2. Folder Nine
3. Out of My Hands
4. A Minor Thought
5. Blossom Tree
6. Schwan
7. New Found Neurons
8. No Boredom
9. Deviated Light

FacebookTwitterWebsite

Kommentare

Kommentare werden geladen...