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crossingEurope 2010 – die Favoriten der Redaktion

crossingEurope 2010 – die Favoriten der Redaktion

Trommelwirbel, Scheinwerfer an, die Spannung steigt! Nach vier Tagen Festival in Reinkultur steht heute Abend, am fünften und vorletzten Tag von crossingEurope 2010, die Preisverleihung vor der Tür. subtext.at wird live vor Ort twittern, die Favoriten der Redaktion gibt es hier und jetzt!

Neben dem mit 6.000,- Euro dotierten „Local Artists“-Award und dem Ray Publikumspreis, mit einer Promotionsfläche im Wert von 5.000,- Euro ebenfalls kein Fliegengewicht, steht heute ab 21 Uhr im Mediendeck des Offenen Kulturhaus vor allem der „European Competition“-Award im Rampenlicht. Ruhm, Freigetränke und 10.000,- Euro warten auf den von einer internationalen Jury ausgezeichneten Film.

Noch nicht ganz so international aber doppelt so sympathisch – die subtext.at Redaktion. Hier unsere Favoriten im Rennen um den „European Competition“-Award:

Ordinary People
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Auf eindringliche und bedrückende Art und Weise ist es Vladimir Perisic gelungen, die BetrachterInnen in die Handlung zu ziehen, sie in eine unerträgliche Wartesituation zu führen und sie abwechselnd mit den Protagonisten mitfühlen zu lassen. Kameraführung und die alles beherrschende Stille unterstreichen die Grausamkeit der Situation.

Im Film, der alles andere als eine Dokumentation sein will, wird aufgezeigt, dass Krieg, Autoritätshörigkeit und die Unfähigkeit, „Nein“ zu sagen, selbst menschenverachtendste Handlungen zur Routine werden lassen können. Es mag naives Wunschdenken sein, wenn man hofft, dass in der Realität der Weg vom Widerstand hin zur Hinnahme nicht so schnell passiert, wie es in „Ordinary People“ der Fall ist.

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Animal Heart

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Mitreißende schauspielerische Leistungen der Hauptakteure, die den Zuschauer in Gefühlszustände von Wut, Sensationsgeilheit, Beschämung bis hin zu Mitleid führen, gepaart mit gewaltigen Filmaufnahmen der Alpen zeichnen „Animal Heart“ genau so aus, wie der bewusste Einsatz von Text und Sprache. Doch wenn ein einsamer Cowboy, auch wenn er in den Schweizer Alpen und nicht in Texas lebt, plötzlich seine sensible Seite entdeckt, ist das ein Bruch, der an Glaubwürdigkeit zu wünschen übrig läßt. Bleibt nur zu fragen, ob Paul nicht schon vorher seine scheinbare Schwäche durch gespielte Härte verstecken wollte.

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Crnci
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Crnci“ ist zweifellos einer der besten Festivalbeiträge beim diesjährigen crossingEurope. Der Film von Zvonimir Juric und Goran Devic erhebt den Anspruch, ein rein fiktiver Film zu sein, faktisch allerhöchstens angelehnt an wahre Kriegs-Begebenheiten. Der eindeutige Anti-Kriegsfilm rüttelt an den universellen menschlichen Affekten der Protagonisten und zeigt, dass sich der freie Wille allzu oft dem System unterwerfen muss, auch in Kriegs- und Ausnahmesituationen, oder gerade eben in diesen.

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