One Pot Vegan

Für viele Nicht-Veganer klingt vegane Ernährung erstmal nach viel Arbeit, Ersatzprodukten und vor allem sehr viel Grünzeug. Dass das nicht unbedingt stimmen muss, zeigt das Kochbuch One Pot Vegan von Roxy Pope und Ben Pook, die übrigens auch die Macher von So Vegan sind.
Ein Buch, das 80 vegane Rezepte beinhaltet, die mit relativ wenig Zeitaufwand (wenn man die Einkaufszeit wegrechnet) zubereitet werden können. Zusätzlich achteten Roxy und Ben darauf, möglichst wenig Equipment zu verwenden, um die anschließende Aufräumarbeit so kurz wie möglich zu gestalten, weswegen jedes Gericht mit nur einer Ofenpfanne (oder ähnliches, z.B. Auflaufform, Backblech usw., falls ihr keine Ofenpfanne besitzt) zubereitbar ist. Als Hauptgericht entschied ich mich für den Caesarsalat mit Tofu – „Bacon“ und als Nachspeise für die Zitronenblondies mit Mohn.


Caesarsalat mit Tofu – „Bacon“

  • 400 g fester Tofu (oder Aubergine, für die, die keinen Tofu mögen)
  • 3 EL dunkle Sojasoße
  • 1 EL Ahornsirup
  • 2 EL Tomatenmark
  • 2 TL Rauchpaprikapulver
  • Salz und Pfeffer
  • 400 g Kichererbsen
  • 1 El Olivenöl
  • 2 Romanasalate
  • 2 Handvoll Grünkohl, zerkleinert
  • 1 Avocado

Für das Dressing:

  • 100 g Cashewkerne
  • 2 EL Zitronensaft
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 TL Englischer Senf
  • 2 EL Nährhefe (Hefeflocken)
  • 2 TL Kapern
  • 180 ml ungesüßte pflanzliche Milch (in meinem Fall Sojamilch)

Was auf den ersten Blick nach viel klingt, war in der Umsetzung so einfach wie Addieren mit dem Taschenrechner. Zuerst wird der Ofen bei Umluft auf 190 Grad (210 Grad bei Ober- und Unterhitze) vorgeheizt, anschließend der Tofu abgegossen und ausgedrückt.

Für die Marinade werden Sojasoße, Ahornsirup, Tomatenmark, Rauchpaprikapulver (zu je der oben angegebenen Menge) gemeinsam mit einer großen Prise Salz und Pfeffer in einer Schüssel vermischt. Den ausgedrückten Tofu anschließend mit den Händen in ca. 1 cm große Stücke zerteilen und direkt in die Marinade geben, wo ihr ihn gut damit vermengt und anschließend auf die Hälfte eurer Pfanne (ein Backblech oder ähnliches ist wie gesagt ebenfalls verwendbar) gebt.

Auf die andere Hälfte gebt ihr schließlich Kichererbsen (vorher abgießen), die ihr dann mit Salz und Pfeffer bestreut. Anschließend beträufelt ihr diese mit Olivenöl. Ist die Pfanne fertig belegt, vermischt ihr beide Hälften miteinander und gebt die Pfanne für ca. 30 – 35 Minuten in den Ofen.

Während die Pfanne im Ofen ist, könnt ihr die Cashewkerne in eine Schüssel geben und mit heißem Wasser für ca. 10 Minuten stehen lassen. Danach gebt ihr die Cashewkerne (ohne Wasser) mit den restlichen Dressingzutaten in den Mixer, wo ihr sie zu einer glatten Masse verarbeitet. Anschließend noch Salz und Pfeffer dazu und das Dressing ist fertig.

Nach einer guten halben Stunde könnt ihr die Pfanne wieder aus dem Ofen nehmen. Jetzt werden die Romanasalate geviertelt und die harten Grünkohlstile entfernt. Jetzt könnt ihr den Salat und den Grünkohl in die Pfanne geben, mit dem Großteil des Dressings übergießen und mit dem Rest vermengen. Das restliche Dressing könnt ihr euch später in die Schüssel geben, falls ihr etwas mehr bevorzugt. Anschließend halbiert und entkernt ihr noch die Avocado, schneidet diese in Scheiben und schon ist euer Caesarsalat fertig.

Der gesamte Zeitaufwand, inklusive Aufräumen, betrug in etwa 45 – 50 Minuten und hat sich am Ende tatsächlich ausgezahlt, auch wenn ich finde, dass manche Zutaten, wie zum Beispiel die Hefeflocken, schwer zu finden waren. Bei dieser Zutat empfehle ich euch einen Biomarkt aufzusuchen.


Zitronenblondies mit Mohn

  • 100 g vegane Margarine plus etwas mehr zum Einfetten
  • 180 ml Sojamilch
  • 1 EL Apfelessig
  • 150 g hellbrauner Zucker
  • 250 g Mehl
  • 1 TL Backpulver
  • 4 EL Mohn
  • 2 TL Vanilleextrakt
  • Saft und Zesten von einer Zitrone

Für den Guss:

  • 300 g Puderzucker
  • 2 Zitronen
  • 2 EL vegane Margarine

Der Ofen wird auf ca. 180 Grad Umluft (200 Grad bei Ober-/Unterhitze) vorgeheizt. Eine ca. 20 x 20 cm große, idealerweise quadratische, Springform mit Margarine einfetten und mit Backpulver auslegen.

Milch und Essig werden jetzt in einem Krug zu veganer Buttermilch verrührt dann erstmal beiseitegestellt. Danach verrührt ihr Zucker und Margarine in einer Schüssel zu einer Creme, anschließend wird noch Mehl, Backpulver und Mohn eingerührt, solange bis eine krümelige Mischung entstanden ist. Dann wird das Buttermilchgemisch samt Vanilleextrakt sowie Saft und Zesten der Zitrone hinzugeben und alles vollständig miteinander verrührt. Der Teig wird nun in die Springform gegossen und glatt gestreift, ehe er für 20 – 25 Minuten in den Ofen kommt.

Für den Guss, der später auf den gebackenen Teig kommt, wird während des Backvorgangs nun eine Zitrone ausgepresst. 3 EL Saft mit Puderzucker und Margarine glatt rühren und später den fertigen Guss auf den abgekühlten, gebackenen Teig verteilen.

Wer noch etwas Geduld hat, kann die Blondies auch noch für eine Stunde in den Kühlschrank geben, damit der Guss fest wird.

Die Zitronenblondies waren selbst für mich, mit einem Zeitaufwand von gut 40 Minuten, keine große Herausforderung. Sogar die Sauerei war für einen Backanfänger wie mich hinnehmbar und in wenigen Minuten saubergemacht. Ich persönlich fand die Mischung aus zuckersüß und zitronensauer spannend, meine Freundin hingegen konnte damit gar nichts anfangen. Geschmäcker sind eben verschieden, aber am besten ihr probiert selbst! Viel Spaß!


Cover: riva Verlag

One Pot vegan

80 schnelle und einfache Rezepte für Topf, Pfanne oder Blech
von Roxy Pope und Ben Pook
Hardcover, 192 Seiten

€ 20,60
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