The Whitcher
Foto: Ricardo Cruz

The Witcher – Das Erbe der Elfen

Geralt von Riva ist ein Hexer, der mit Hilfe alchemistischer Tränke zu dem mutierte, was er heute ist und als solches auch von der Gesellschaft gefürchtet wird. Nach dem grausamen Angriff auf Cintra nimmt sich Geralt der dreizehnjährigen Ciri an. Sie ist nicht nur Thronerbin, sondern auch sein „Überraschungskind“. Er beschließt, sie ebenfalls zur Hexerin auszubilden.
Als wäre diese Aufgabe nicht schon schwierig genug, droht ein Krieg zwischen den beiden mächtigen Staaten Temerien und Nilfgaard auszubrechen. Geralt muss nicht nur Ciri und sich selbst, sondern auch seine Neutralität schützen.

Das Erbe der Elfen streckt sich über 384 Seiten und ist der erste Band der fünfteiligen Hexer Saga, welche mittlerweile (dank Netflix) jeder Person als The Witcher bekannt sein sollte. Ich selbst kannte The Witcher vorher nur aus den Spielen und erfuhr auch erst viel später, dass diese auf einer Fantasy Buchreihe basieren. Zunächst hatte mich das auch absolut gar nicht gejuckt, doch als Netflix schließlich mit der Serie, genauer gesagt mit der zweiten Staffel, um die Ecke kam, wurde meine Neugier auf die Bücher zum ersten Mal geweckt. Als ich schließlich die richtig guten, neuen Cover der Bücher sah, packte mich der Vibe völlig. Ja, man sagt: „Don’t judge a book by its cover”, aber jetzt mal ehrlich, jeder urteilt nach dem Cover und gute Buchcover machen einfach Bock zu lesen (oder zu kaufen), ansonsten würden Verlage nicht so viel Geld in die Gestaltung stecken. Was jedoch gar keinen Bock zu lesen macht, sind die alten, grausam hässlichen Cover der Hexer Saga, die eventuell auch der Grund sind, weshalb ich früher keinen Bock darauf hatte. Aber das nur am Rande.

Bekannt dank Netflix

Das Erbe der Elfen erzählt die Geschichte von Geralt, dem Hexer, der von der Gesellschaft nicht nur gefürchtet, sondern auch geächtet wird. In Kaer Morhen wurde er zum Hexer ausgebildet, dieselbe Festung, in der er auch Ciri, sein „Überraschungskind“, zur Hexerin ausbilden will. Während all dies geschieht, rücken Nilfgaards Truppen immer weiter vor und es droht schließlich ein blutiger Krieg zwischen Temerien und Nilfgaard auszubrechen. Ein Krieg, in dem nicht nur Menschen kämpfen, sondern auch Elfen, Zwerge und Magier. Geralt beharrt jedoch auf seine Neutralität, denn er sieht seine Aufgabe darin, gegen Monster und Kreaturen zu kämpfen, und nicht darin, die Probleme der Menschen zu lösen, die ihn normalerweise nicht unter ihresgleichen haben wollen. Gleichzeitig erzählt das Buch auch die Geschichte von Yennefer, eine Magierin und Geralts Geliebte, die jedoch, im Laufe dieses Bandes, ihren eigenen Weg geht.

Gibt dem Buch eine Chance

Mich zog das Buch von der ersten Seite an in einen mystischen Bann, wodurch es richtig Spaß machte, zu lesen. Ich finde Geralt als Charakter sehr cool und in diesem Fall finde ich es nicht einmal schade, dass ich die ganze Zeit über die Version der Serie im Kopf hatte, denn ich finde auch den Geralt der Serie verdammt gut. Dasselbe trifft auch auf Ciri und Yennefer zu. Rittersporn hätte ich gerne öfter gesehen und hoffe, dass er in den nächsten Bänden häufiger vorkommt.
Trotz all dem Lob muss ich zugeben, dass es sinnvoll ist, für einige Details die Kurzgeschichtensammlungen ‚Der letzte Wunsch‘ und ‚Das Schwert der Vorsehung‘ im Vorfeld zu lesen, um alle Hintergründe der Charaktere zu kennen und in welcher Verbindung sie zueinanderstehen. Wer darauf keine Lust hat, muss sich aber nicht sorgen, denn die wichtigsten Infos gehen auch aus den Gesprächen, oder aus den Liedern des Barden Rittersporn, hervor. Für jemanden, der das Spiel vor etlichen Jahren spielte (und sich an nichts mehr erinnern kann), und die erste Staffel der Serie überhaupt nicht begriffen hat (ich glaube, das hat keiner beim ersten Mal, da sie auf den Kurzgeschichten basiert und man bei jeder Folge das Gefühl hat, man hätte dazwischen eine verpasst), ist ‚Das Erbe der Elfen‘ trotzdem gut lesbar und ich kann an diesem Punkt jedem empfehlen, der Buchreihe eine Chance zu geben. Bei mir sind als Nächstes die Kurzgeschichten dran.

Fazit:

Es tut einfach gut, sich von den realen Problemen der Welt eine Pause zu gönnen und in eine Fantasiewelt einzutauchen, in der all mögliche Geschöpfe leben. Selbst wenn diese Welt ebenfalls von Krieg, Tod und Verderben handelt. Richtig nerdiger Stuff, der Spaß macht. In diesem Sinne, ganz viel Spaß beim Lesen!

Das Erbe der elfen

von Andrzej Sapkowski
Fantasy, dtv Verlag
Gebunden, 384 Seiten

16,50 €
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