If pigeons turned to gold, would it even matter?
Pepa Lubojacki erzählt in ihrem Langfilm-Debüt keine Geschichte über Pigeons. Über fünf Jahre hinweg hat sie ihren Bruder in seinem Alltag als Alkoholkranker begleitet. Die Dokumentation bietet dabei ein bedeutendes Porträt über ihren Bruder und die Geschichte ihrer eigenen Familie.
Closure
Closure erzählt die Geschichte der Suche nach dem spurlos verschwundenen 16-jährigen Chris. Für seine Familie wird sie zum alles bestimmenden Mittelpunkt – ein Balanceakt zwischen Verzweiflung, Hoffnung und Angst.
The Town That Drove Away: Eine Stadt, die verschwindet
Es ist das Ilisu-Dammprojekt, das die Menschen in Hasankeyf dazu zwingt, ihr Zuhause aufzugeben. Natalia Pietsch und Grzegorz Piekarski porträtieren in „The Town that Drove Away“ den Widerstand unterschiedlicher Menschen, die sich weigern, ihre Heimat zu verlassen.
Was an Empfindsamkeit bleibt: mutige Erinnerungen
In „Was an Empfindsamkeit bleibt“ erzählt Daniela Magnani Hüller ihre eigene Geschichte. Mit 14 überlebt sie knapp einen Femizid. Der Film rekonstruiert dieses Erlebnis jedoch nicht als klassische persönliche Rückschau, sondern als präzise Befragung eines Systems, das Gewalt gegen Frauen oft erst dann ernst nimmt, wenn es beinahe zu spät ist.
Der Abriss vor dem Aufbau
Dieses Jahr beschäftigt sich die Programmsektion Architektur und Gesellschaft vor allem mit dem Wandel. Wer lebt dort, wo für die Zukunft hohe neue Bauprojekte vorgesehen sind? Zwei Filme, „The Great Together“ und „De zinkende Rafelrand“, führen zu Schauplätzen quer durch Europa und zu vielen Bulldozern.
Tykha Povin / Silent Flood
Im Westen der Ukraine lebt eine kleine, ultrareligiöse Gemeinschaft am Dnister-Fluss. Ähnlich den Amish leben sie ohne Strom, ohne Maschinen und äußerst pazifistisch. Die Dokumentation Silent Flood fängt in atmosphärischen Bildern dieses fragile Leben ein, vor dem auch der Invasionskrieg keinen Halt macht.
The Secret Reading Club of Kabul
Was bleibt, wenn Freiheit genommen wird? The Secret Reading Club of Kabul zeigt die erschütternde Realität junger Frauen unter der Taliban-Herrschaft – und ihren stillen, mutigen Widerstand. Ein Film, der unter die Haut geht und lange nachwirkt.
Vergessene Geschichte erzählen: Atlas of Disappearance
Ein riesiges Monument nahe der spanischen Hauptstadt Madrid, die tabuisierte Historie einer Diktatur, fast 34.000 Gebeine, über 12.000 unbekannte Tote, Methoden der forensischen Architektur und acht Jahre Arbeit. Zusammengefasst in einem Film, um eine Geschichte zu erzählen, die über 80 Jahre zurückreicht.
Vom Himmel herab und in die Wolken hinauf
Die Dokumentation Watching People Watching Birds entführt in eine Welt, die parallel zu unser aller Alltag geschieht. Im Verhältnis zwischen Natur und Menschen, eröffnet sich eine Perspektive, die weder den Blick von oben vollkommen zeigen kann, noch kann der Blick von unten der Vielschichtigkeit gerecht werden.
Whispers in May
Dongnan Chen erzählt in Whispers in May die berührende Geschichte der 14-jährigen Qihuo. Sie fühlt sich zwischen Kindheit und Erwachsenwerden gefangen. In den Bergen Chinas beginnt für sie eine leise, eindringliche Reise – geprägt von Tradition, Freundschaft und dem Wunsch, noch nicht loslassen zu müssen.