Vienna Shorts 2026: Roh und radikal
Eine Abtreibungsparty, verbotene Liebe im Iran, Machtmissbrauch, Monster der Dunkelheit und ein feministisches Rap-Musical: Das Programm „Roh und radikal“ rückt weibliche Perspektiven in den Mittelpunkt. Die fünf Filme erzählen von Widerstand, Selbstbestimmung und gesellschaftlichen Zwängen – intensiv, experimentell und kompromisslos.
Nicole List: Angst vor Männern
Nicole Lists „Angst vor Männern“ ist ein persönlicher und zugleich gesellschaftlich relevanter Text über weibliche Angst im Alltag. Die Autorin verbindet eigene Erfahrungen mit strukturellen Beobachtungen. Sie schafft so einen eindringlichen Zugang zu einem Thema, das oft verdrängt wird.
Adam’s Sake: Alltag einer Kinderkrankenschwester
Mit Adam’s Sake gelingt der belgischen Regisseurin Laura Wandel ein zutiefst berührendes Sozialdrama, das einen von Beginn an mitten ins Geschehen wirft. Der Film entfaltet seine Wirkung vor allem durch seine unmittelbare Inszenierung durch die Kameraführung und zeigt den Arbeitsalltag aus Sicht einer Kinderkrankenschwester.
Was an Empfindsamkeit bleibt: mutige Erinnerungen
In „Was an Empfindsamkeit bleibt“ erzählt Daniela Magnani Hüller ihre eigene Geschichte. Mit 14 überlebt sie knapp einen Femizid. Der Film rekonstruiert dieses Erlebnis jedoch nicht als klassische persönliche Rückschau, sondern als präzise Befragung eines Systems, das Gewalt gegen Frauen oft erst dann ernst nimmt, wenn es beinahe zu spät ist.
The Secret Reading Club of Kabul
Was bleibt, wenn Freiheit genommen wird? The Secret Reading Club of Kabul zeigt die erschütternde Realität junger Frauen unter der Taliban-Herrschaft – und ihren stillen, mutigen Widerstand. Ein Film, der unter die Haut geht und lange nachwirkt.
Im Namen aller Frauen
Tara-Louise Wittwer ist unter ihrem Instagram-Namen wastarasagt eine bekannte deutsche Feministin geworden. In ihrem dritten Buch „Nemesis’ Töchter“ beschreibt sie, wie die Wut von Frauen degradiert wird und wurde. Und warum female rage ein wichtiges Werkzeug gegen das Patriarchat ist.
Erstes Female* Writing Camp in Wien: Schedler Music stärkt Empowerment
Vom 13. bis 16. Oktober fand in den Tonherd Studios Wien das erste österreichische Female* Writing Camp von Schedler Music statt. Künstlerinnen aus dem deutschsprachigen Raum kamen zusammen, um gemeinsam an neuen Songs zu arbeiten.
Feministischer Kampfgeist
Rebekka Endler schreibt in ihrem zweiten Buch über die patriarchalen Märchen. Sie zerlegt Geschichten, die dazu dienen, Frauen dem Mann unterzuordnen. Diese Mythen werden korrigiert und mit viel feministischem Wissen ergänzt.
Dreimal PILAR PALOMERO
Pilar Palomero zählt zu den wichtigsten Stimmen des neuen spanischen Kinos. Ihre Filme zeigen mit großer Sensibilität das Aufwachsen junger Frauen und thematisieren gesellschaftliche Erwartungen, Identität und weibliche Selbstbestimmung. Mit drei ihrer Werke war sie beim diesjährigen Heimatfilmfestival vertreten.
Vom Leben, der Liebe und dem Alter
Auch wenn sie einen recht großen Teil unserer Gesellschaft ausmachen, wird den Perspektiven des Alters im Film kaum Raum gegeben. Im Rahmen des Crossing Europe Film Festivals sind in diesem Jahr einige Filme gezeigt worden, die genau diesen Personen eine Stimme geben.