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Crossing Europe Kritik: „The happiest Girl in the world“

Crossing Europe Kritik: „The happiest Girl in the world“

Ein junges Mädchen sitzt am Steuer eines neuen Autos und streicht im Seitenspiegel über ihre linke Augenbraue. Sie dreht sich zur Kamera und spricht ihren Text: „Mein Name ist Delia Cristina Fatila und ich bin das glücklichste Mädchen der Welt.“ Nun öffnet sie eine Saftflasche und beginnt gequält zu trinken.

Zu kurz- was man braucht ist eine 35sekündige Einstellung, außerdem war ihr Lächeln nicht überzeugend genug – also nochmal von vorne.

Delia hat in einem Preisausschreiben ein Auto gewonnen. Alles was sie jetzt noch tun muss ist, nach Budapest zu fahren, und dort in einem Werbespot aller Welt zeigen, wie glücklich sie darüber ist. Da sie noch nicht volljährig ist tritt sie diese Reise mit ihren Eltern an. Am Filmset angekommen wird sie allerdings hauptsächlich herumgeschubst und stellt schnell fest, dass das Filmgeschäft hart ist. Der Tag nimmt seinen Lauf und Delia, das „glücklichste Mädchen der Welt“, ist den Tränen nahe.

Nicht nur die harte Kritik von Seiten der Produzenten bezüglich ihres Aussehens, sondern auch der Druck des Drehs, Streit mit ihren Eltern und die Frage, was man mit dem Auto tun wird setzen ihr sehr zu. Parallel dazu verzweifelt auch das Filmteam zunehmend, was die Grundstimmung immer weiter in den Keller treibt.

Der Zuseher sympathisiert schnell mit der noch sehr jungen Delia und findet in den Dialogen wahrscheinlich auch einige Sätze wieder, die man selbst schon gehört hat. Andreea Bosneag spielt  die Hauptrolle wunderbar natürlich und auch sonst konnten die Schauspieler überzeugen. Der Großteil des Filmes findet am Ort des Werbedrehs statt, wo es vor herumwuselnden Technikern, Assistenten nur so wimmelt. Vor allem für Filmschaffende und Leute die sich mit dieser Materie schon etwas beschäftigt haben ist dieser Film sehr amüsant da man sich in viele crewinterne Probleme und Gespräch einfühlen kann  und manchmal selbst gerne leise fluchen würde, wenn wieder ein Take wiederholt werden muss. Das werte ich als sehr gutes Zeichen bei einem Film, da es den Zuschauer fesselt und eine Vielzahl von Emotionen anschneidet. Für mich ist „the happiest girl in the world“ ein Geheimtipp.

Die Bewertung der subtext.at-Redaktion:

Crossing Europe Kritik: „The happiest Girl in the world“
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