Orlando mal sieben
Es gibt Geschichten, die einfach nicht altern. So auch Virginia Wolfs Roman Orlando. Therese Willstedts Interpretation der Erzählung im Akademietheater führt uns aufs Eis – oder besser gesagt: auf den frostigen Boden des elisabethanischen Londons, wo seine Geschichte beginnt. Ganze zwei Stunden dürfen wir uns mit Orlando in Identitätskrise wiegen.
Subkulturen – Varmt Välkommen!
Das Nordisk Panorama Filmfestival stellte Subkulturen in den Fokus, die Street-Art-Gangs und Graffiti-Szenen porträtieren. Die beide Filme Balomania und The Tunnel zeigen, wie diese Nischenkunst Gemeinschaften formt und gleichzeitig die Herausforderungen der Illegalität bewältigt. Talks und Workshops vertieften das Thema praxisnah.
Kinoherbst
Große und kleine Filmfestivals locken diesen Herbst in die Kinos in Linz und Wels. Neben den gut ausgewählten Filmen in verschiedenen Programmschienen bieten auch Talks, Workshops und Lectures Abwechslung und interessante Inputs. Kurzfilme, Junges Kino und ein Fokus auf Afrika stehen am Programm.
Darf ich vorstellen? Nordisk Panorama Malmö
Nicht nur in Österreich lassen sich Filmfestival finden, auch in Schweden kommen Menschen zusammen, um gemeinsam in den Kinos den Film zu feiern. Das Nordisk Panorama ist das Festival für den nordischen Kurz- und Dokumentarfilm und lässt in Welten eintauchen, die oft weit außerhalb des Nordens liegen.
Flecken auf Blusen und andere Bedenken
In „Jekyll & Hyde & alle ängstlichen Bedenken“ wird Robert Louis Stevensons klassische Erzählung von Gut und Böse in einer neuen Inszenierung aufgegriffen. Das Stück zeigt uns endlich, wie man richtig Böse ist und entlockt dem Publikum den ein oder anderen Lacher. Die Handlung bleibt jedoch stellenweise undurchschaubar.
Männer
Warum bin ich so anders als du? Eine Frage, die sich ungleiche Geschwister häufig stellen. Der österreichische Autor Moritz Franz Beichl hat in seinem Buch Männer die Gedanken eines Bruders beschrieben. Gedanken über seinen gänzlich anderen Bruder, über den gemeinsamen Vater, Gedanken über sich selbst. Über die Männer der Familie halt.
Schiss auf die Etikette
LOST (DU WEISST WIESO) von Olivia Axel Scheucher ist der Aufschrei der Gen-Z zum Klimawandel. Mit der Uraufführung gelang es, ein Werk auf die Bühne zu bringen, das sich sowohl inhaltlich als auch sprachstilistisch über Theaterkonventionen hinwegsetzt. We were craving some climate change-criticism and Kosmos Theater made some from scratch.
Liebe, Mord und großes Kino im Volkstheater
Wer sich beim Abendprogramm zwischen Kino und Theater nicht entscheiden will, für den gibts jetzt „Bullet time“ im Volkstheater. Ein Mord, ein Pferd und unglaublich viel Liebe zum Detail und zur Requisite, mit vollem Karacho startet Kay Voges in die neue Saison. Kurzum ein Must Watch für alle Kapitalismuskritiker und Fotografienerds.
Aus der Heimat ausbrechen
Anhand zweier Filme beim Heimatfilmfestival Freistadt wird gezeigt, wie Personen aus ihrem Umfeld fliehen, um Freiheit zu finden. Historische und aktuelle Beispiele aus Oberösterreich und Japan beleuchten dabei, wie Verzweiflung und gesellschaftliche Zwänge Menschen zum Ausbruch treiben.
Üben macht die Meisterin
In Å Øve (Üben, Üben, Üben) begleitet man die 18-jährige Trompeterin Trine, die per Anhalter von den Lofoten nach Oslo reist, um ihren Prinzipien des Umweltschutzes treu zu bleiben. Dabei kämpft sie mit Wetter, Zeitdruck und dem inneren Konflikt zwischen musikalischem Ehrgeiz und ökologischen Überzeugungen.
